Das Sterben der Haie
Laut Welt-Naturschutzunion (IUCN) ist rund ein Drittel der Haiarten in den europäischen Gewässern vom Aussterben bedroht. Ganze Haipopulationen haben sind um 90% verringert.
Haie sind derzeitig die wohl meist bedrohte Spezies der Unterwasserwelt. Der weltweite Rückgang von Haipopulationen ist kein natürliches Phänomen sondern auf die kommerzielle Fischerei und den zunehmenden Handel mit Haiflossen zurückzuführen.
Wir wissen, dass Haie das wichtigste Glied in der Nahrungskette der Ozeane sind. Es gibt sie seit 400Mio Jahren, 150Mio Jahre bevor den Dinosauriern und ihre Anwesenheit hat Raum für viele Organismen geschaffen wie beispielsweise das Phytoplankton. Diese winzigen Pflanzen verbrauchen eine Menge an Kohlendioxid (das Gas was die globale Erderwärmung verursacht) und sie verwandeln pflanzliches Plankton in Sauerstoff. Ohne Haie könnten Planktonfresser unkontrolliert all das Plankton fressen auf das wir angewiesen sind zu atmen. Ein ernst zu nehmendes Problem wenn man beachtet, dass wir 70% unseres Sauerstoffs aus den Ozeanen schöpfen.
Das jährlich über 100Mio Haie getötet werden ist eine Katastrophe. Im Gegensatz zu anderen Fischarten kann es bis zu 24 Jahre dauern bis ein Weibchen geschlechtsreif wird. Es liegen oft lange Abstände zwischen den Paarungszyklen und die Tiere bringen nur wenige Junge zur Welt. Haie sind also extrem empfindlich auf Überfischerei, ihre Bestände können sich nur schwer erholen.
Die Menschen haben in den letzten 100 Jahren die Ozeane massiv beeinträchtigt. Im Zuge der Globalisierung finden Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung der Weltmeere in einem bedrohlichen Ausmaß statt.
Einzelnachweis: Steward, Rob (2007) in: Sharkwater Doku Dr. Ritter, Erich (2007) in: Sharkwater Doku Dr. Worm, Boris (2007) in: Sharkwater Doku IUCN, Press Release (2007): Mediterranean Sea: most dangerous place on Earth for sharks and rays. In: http://www.iucn.org/dbtw-wpd/edocs/2007-031.pdf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Haie http://de.wikipedia.org/wiki/Haifischflossensuppe Wildaid, (2007) in: Sharkreport http://www.wildaid.org/index.asp?CID=72&PID=262&SUBID=275 http://www.sharkreport.org