Mehrfach ausgezeichneter Dokumentarfilm (2007) über das weltweite Aussterben der Haie.
Der junge Kanadier Rob Steward, Biologe und Fotograf, führt uns mit seinem Film Sharkwater(2007) in die Unterwasserwelt der Haie und zeigt wie die oft missverstandenen Tiere durch den industriellen Fischfang zunehmend in ihrem Lebensraum eingeschränkt und vomAussterbenbedroht sind.
100Mio Haiewerden jedes Jahr getötet, eine fast unvorstellbare Zahl. Vielen schneidet man nur die Flossen ab und wirft sie meist noch lebendig ins Meer zurück. Während Millionen von Menschen an Hunger leiden und die Fischbestände drastisch zurückgehen, werden 95% von verwertbaren Protein Sourcen ins Meer gekippt. Das Geschäft mit den Haifischflossen ist eine Milliarden schwere Industrie.
Sharkwater verbindet Fakten und Wissenschaft mit Menschlichkeit und Emotion.Wilderei, Korruption, das Sterben der Ozeane, die Angst vor dem Mythos Hai und die Kraft eines Einzelkämpfers stehen dabei im Mittelpunkt.
Der Film gilt nicht nur der Rettung der Haie sondern auch der Rettung von uns selbst.
Preisgekrönter Dokumentarfilm (2008) über die Hintergründe des Delphinschlachtens in der Bucht von Taiji – Japan.
Taiji ist einer der größten Umschlagplätze für angehende Showdelphine. Weltweit kommen Trainer in das Dörfchen um für Marine Parks Nachschub zu holen. Die Unterhaltungsindustrie bringt ein äußerst lukratives Geschäft in das Fischerdorf. Ein großer Tümmler kann bis zu $150.000 kosten und alleine in den USA werden jährlich $2 Milliarden mit Showdelphinen umgesetzt.
Der Hauptprotagonist der Doku, Ric O’Barry, ist weltbekannt für seine Arbeit mit Delphinen. In den 1960er Jahren fing und trainierte er 5 Delphine, die Flipper zu einer der erfolgreichsten Fernsehserien machte.Die Welt verliebte sich damals in den freundlich lachenden Delphin und Menschenfreund, der in Wirklichkeit ein aus der freien Wildbahn gerissenes Tier war, das sich eines Tages selbst ertränkte.
Der durch den Selbstmord des Tieres stark traumatisierte O’Barry war zu diesem Zeitpunkt der weltweit meist erfahrene Delphin Trainer und Kenner der Säugetiere. Er kehrte dem Showgeschäft den Rücken und von Schuldgefühlen geplagt versucht er seither der weltweite Kommerzialisierung der Tiere entgegenzuhalten.
The Cove dokumentiert wie Showdelphine wirklich gefangen und ihre Familien geschlachtet werden. Das Kamera Team hat dabei beachtliche Arbeit geleistet denn es war nicht einfach dieses gut behütetes Geheimnis zu entlüften.
Laut Welt-Naturschutzunion (IUCN) ist rund ein Drittel der Haiarten in den europäischen Gewässern vom Aussterben bedroht. Ganze Haipopulationen haben sind um 90% verringert.
Haie sind derzeitig die wohl meist bedrohte Spezies der Unterwasserwelt. Der weltweite Rückgang von Haipopulationen ist kein natürliches Phänomen sondern auf die kommerzielle Fischerei und den zunehmenden Handel mit Haiflossen zurückzuführen.
Wir wissen, dass Haie das wichtigste Glied in der Nahrungskette der Ozeane sind. Es gibt sie seit 400Mio Jahren, 150Mio Jahre bevor den Dinosauriern undihre Anwesenheit hat Raum für viele Organismen geschaffen wie beispielsweise das Phytoplankton. Diese winzigen Pflanzen verbrauchen eine Menge an Kohlendioxid (das Gas was die globale Erderwärmung verursacht) und sie verwandeln pflanzliches Plankton in Sauerstoff. Ohne Haie könnten Planktonfresser unkontrolliert all das Plankton fressen auf das wir angewiesen sind zu atmen. Ein ernst zu nehmendes Problem wenn man beachtet, dass wir70% unseres Sauerstoffs aus den Ozeanen schöpfen.
“Bis heute gibt es kein kontrollierendes Organ zur Aufstellung von Regeln für Fangquoten. Die Welternährungsorganisation, als die höchste Instanz die sich mit Fischerei beschäftigt, hat nicht das Sagen über internationale Gewässer, niemand hat das.” Patrick Moore (Gründer von Greenpeace)
Emory Kristof auf www.nationalgeographic.com/wallpapers
Die Menschen glauben die Ressourcen der Meere sind unerschöpflich. Meeresbiologen warnen vor dieser Annahme. Die Methoden der kommerziellen Fischerei eliminieren ganze Fischbestände und zerstören das Marine Ökosystem.
Es könnte viel effizienter gefischt werden aber bis heute gibt es kein kontrollierendes Organ zur Aufstellung von Regeln für Fangquoten. Sobald die Boote den Hafen verlassen wird der Ozean zum freien Jagdrevier. Meeresreservate werden von Wilddieben heimgesucht, Boote fischen mit 90km langen und mit 16.000 Ködern versehenen Leinen, Haien schneidet man die Flossen ab und wirft sie, wie eine große Anzahl von anderen Tieren auch, unverwertet ins Meer zurück.
„Stellen sie sich vor sie gehen in den Wald und legen eine Falle, die sowohl Elche, Stinktiere, Stachelschweine, Eichhörnchen, Hunde und all diese Tiere fangen würde. Aber eigentlich wollen sie nur ein oder zwei Tiere fangen und all die anderen Kreaturen sterben ebenso.Niemand würde tolerieren, dass 50% dieser Tiere weggeworfen werden. Aber in den Ozeanen geschieht das in gigantischem Ausmaß und zwar jeden Tag.“ Mark Butler (Ecology Action Center)