Images zu den Dreharbeiten von The Cove
Laut Welt-Naturschutzunion (IUCN) ist rund ein Drittel der Haiarten in den europäischen Gewässern vom Aussterben bedroht. Ganze Haipopulationen haben sind um 90% verringert.
Haie sind derzeitig die wohl meist bedrohte Spezies der Unterwasserwelt. Der weltweite Rückgang von Haipopulationen ist kein natürliches Phänomen sondern auf die kommerzielle Fischerei und den zunehmenden Handel mit Haiflossen zurückzuführen. Wir wissen, dass Haie das wichtigste Glied in der Nahrungskette der Ozeane sind. Es gibt sie seit 400Mio Jahren, 150Mio Jahre bevor den Dinosauriern und ihre Anwesenheit hat Raum für viele Organismen geschaffen wie beispielsweise das Phytoplankton. Diese winzigen Pflanzen verbrauchen eine Menge an Kohlendioxid (das Gas was die globale Erderwärmung verursacht) und sie verwandeln pflanzliches Plankton in Sauerstoff. Ohne Haie könnten Planktonfresser unkontrolliert all das Plankton fressen auf das wir angewiesen sind zu atmen. Ein ernst zu nehmendes Problem wenn man beachtet, dass wir 70% unseres Sauerstoffs aus den Ozeanen schöpfen.
“Bis heute gibt es kein kontrollierendes Organ zur Aufstellung von Regeln für Fangquoten. Die Welternährungsorganisation, als die höchste Instanz die sich mit Fischerei beschäftigt, hat nicht das Sagen über internationale Gewässer, niemand hat das.” Patrick Moore (Gründer von Greenpeace)
Emory Kristof auf www.nationalgeographic.com/wallpapers Die Menschen glauben die Ressourcen der Meere sind unerschöpflich. Meeresbiologen warnen vor dieser Annahme. Die Methoden der kommerziellen Fischerei eliminieren ganze Fischbestände und zerstören das Marine Ökosystem. Es könnte viel effizienter gefischt werden aber bis heute gibt es kein kontrollierendes Organ zur Aufstellung von Regeln für Fangquoten. Sobald die Boote den Hafen verlassen wird der Ozean zum freien Jagdrevier. Meeresreservate werden von Wilddieben heimgesucht, Boote fischen mit 90km langen und mit 16.000 Ködern versehenen Leinen, Haien schneidet man die Flossen ab und wirft sie, wie eine große Anzahl von anderen Tieren auch, unverwertet ins Meer zurück. „Stellen sie sich vor sie gehen in den Wald und legen eine Falle, die sowohl Elche, Stinktiere, Stachelschweine, Eichhörnchen, Hunde und all diese Tiere fangen würde. Aber eigentlich wollen sie nur ein oder zwei Tiere fangen und all die anderen Kreaturen sterben ebenso. Niemand würde tolerieren, dass 50% dieser Tiere weggeworfen werden. Aber in den Ozeanen geschieht das in gigantischem Ausmaß und zwar jeden Tag.“ Mark Butler (Ecology Action Center)
Merlin, Georg (2007) in: Sharkwater Doku
Moore, Patrick (2007) in: Sharkwater Doku
Dr.Ritter, Erich (2007) in: Sharkwater Doku
Weblinks
http://de.wikipedia.org/wiki/Fischerei
http://de.wikipedia.org/wiki/Ern%C3%A4hrungs-_und_Landwirtschaftsorganisation
Michael Phelps gewann in Peking 2008 acht olympische Goldmedaillen. Sein Schwimmanzug, der Speedo LZR Racer, ist wasserabweisend und von Haifischhaut inspiriert.
Haie überlebten die fünf großen Phasen des Aussterbens. Es gibt sie seit 400Mio Jahren und sie sind die einzige Spezies die nahezu unverändert blieb. Die Wissenschaft beginnt erst jetzt die Biologie der Haie zu verstehen und von den Tieren zu lernen. Die Nasa und die Us Navy studierten die besondere Struktur ihrer Haut. Sie ist wasserabweisend was Widerstand und Turbulenzen verringert und die Schwimmgeschwindigkeit steigert. Diese Erkenntnis wurde beim Bau für die Hülse eines Space Shuttles und für eine neue Generation von U-Booten eingesetzt. Für den Spitzensport produzierte die australische Firma Speedo den LZR Racer. Der wasserabweisende Stoff des Schwimmanzugs ist von Haihaut inspiriert. Spezielle Einsätze halten den Körper in einer idealen Lage und vergrößern den Auftrieb. In einem Speedo gewann Michael Phelps in Peking acht olympische Goldmedaillen.
http://www.nasa.gov/
http://www.speedo.com/en/
Wir lieben es ein Monster zu haben, wir lieben es zu hassen – Der Mensch schützt nur das wovor er sich nicht fürchtet – Es gibt keine gefährlichen Haie sondern nur gefährliche Situationen, die immer durch Menschen kreiert werden. Dr. Erich Ritter (Biologe, Haiexperte)
Dr. Erich Ritter analysiert und rekonstruiert Haiangriffe. Er gilt als Experte auf seinem Gebiet, ist Berater der US Navy und bereitet Rettungsschwimmer auf Haibegegnungen vor. Nach Herrn Dr. Ritter gibt es keine gefährlichen Haie sondern nur gefährliche Situationen, die immer durch Menschen hervorgerufen werden. Tatsache ist, dass der Mensch nicht in das Beuteschema von Haien passt. Wenn es in seltenen Fällen zu einem Angriff kommt, dann nur weil die Tiere den Menschen erkunden wollen oder ihn mit einem Beutetier verwechselt haben. Es gibt zahlreiche Fälle von Angriffen, wo der Hai zugebissen und dann wieder losgelassen hat. Den meisten Haien fehlt das Werkzeug um größere Tiere zu fressen. Sie jagen nur bestimmte Beutetiere und würden keine Energien verschwenden wenn sie nicht wüssten, dass sie effizient fressen können.